Geschichte des ÖFKG
Vorgeschichte
Um die Geschichte des ÖFKG zutreffend wieder zu geben, muss man zurückgehen zu den Anfängen der kunsttherapeutischen Ausbildungsansätze in
Österreich am Beginn der 1990er Jahre.
Es lassen sich 2 Ereignisse herausfiltern, die für die Kunsttherapie wie sie heute in Österreich praktiziert wird als Initialzündung
dienten: zum einen war es ein kunsttherapeutischer Workshop bei den Psychotherapietagen in Bad Gleichenberg 1990, der von Prof. Peter Rech durchgeführt wurde und zum anderen war es das
Symposium „Kunst und Therapie“ von der VHS Stöbergasse im Oktober1991.
Beide Veranstaltungen bündelten für Initiatoren und Beteiligte den Wunsch nach kunsttherapeutischer Weiterbildung in Österreich. Und so fanden sich im November 1991 die Menschen zusammen, die den Wunsch hatten, die Kunsttherapie in Österreich zu etablieren: Prof. Karl Heinz Menzen, Elizabeth McGlynn, Barbara Putz-Plecko, Gundula Neumann, Ernst Johannes Wittkowski.
Beide Veranstaltungen bündelten für Initiatoren und Beteiligte den Wunsch nach kunsttherapeutischer Weiterbildung in Österreich. Und so fanden sich im November 1991 die Menschen zusammen, die den Wunsch hatten, die Kunsttherapie in Österreich zu etablieren: Prof. Karl Heinz Menzen, Elizabeth McGlynn, Barbara Putz-Plecko, Gundula Neumann, Ernst Johannes Wittkowski.
Diese Personen waren die Proponenten für die Gründung der Österreichischen Gesellschaft für Kunst und Therapie
(ÖGKT), die am 20.11.1992 aus der Taufe gehoben wurde. Der erste Vorstand wurde gebildet von: Dr. Josef Shaked (Vorsitzender), Prof.Dr. Peter Gorsen (stellv. Vorsitzender),
Mag. Gundula Neumann (Schriftführerin), Dipl.päd. Ernst Johannes Wittkowski (stellv. Schriftführer), Mag. Barbara Putz-Plecko (Kassierin), Mag. Elizabeth McGlynn (stellv. Kassierin), Dr.
Eva Krennbauer (Beirätin). Ziel der Gesellschaft war, den öffentlichen Diskurs zum Thema Kunst und Therapie voranzutreiben.
Schon in der Gründungsversammlung wurde die Notwendigkeit gesehen, ein Rahmencurriculum für
kunsttherapeutische Weiterbildungen zu erstellen, um kunsttherapeutischem Wildwuchs und Dilletantismus vorzubeugen. Es wurde deshalb eine Arbeitsgruppe zur Erstellung eines
Rahmencurriculums gebildet. Mitglieder waren Barbara Putz-Plecko (VHS-Stöbergasse), Elizabeth McGlynn (VHS-Stöbergasse), Ernst Johannes Wittkowski (Wiener Schule für Kunsttherapie) und
Erwin Bakowsky (Seminar für Mal- und Gestaltungstherapie). Dieses Rahmencurriculum wurde in 3-jähriger Diskussion erstellt. Die Erstellung des Rahmencurriculums ist der Hauptverdienst des
ÖGKT.
In dem Moment, als die ersten Absolventen der kunsttherapeutischen Weiterbildungen auf den Arbeitsmarkt drängten, wurde die
Notwendigkeit einer expliziten Standesvertretung dringend. So wurde auf Initiative von Erwin Bakowsky, Ernst Johannes Wittkowski und Susanne Bulfon der Österreichische Fachverband für
Kunst- und GestaltungstherapeutInnen (ÖFKG) gegründet.
Tabellarische Geschichte
25.5.1997
Gründungsversammlung des Österreichischen Fachverbandes für Kunst- und GestaltungstherapeutInnen. Der erste Vorstand wurde gebildet von Lore Jimenez-Alonso (1.
Vorsitzende), Susanne Bulfon (2. Vorsitzende), Gernot Scheucher (Kassier), Christian Holzknecht (Schriftführer), Ernst Johannes Wittkowski (Delegierter der Ausbildungskommission). In die
Ausbildungskommission wurden Vertreter der Weiterbildungsinstitute, VHS Stöbergasse, Seminar für Mal- und Gestaltungstherapie und Wiener Schule für Kunsttherapie entsandt. In der
Gründungsversammlung wurde beschlossen, das Rahmencurriculum des ÖGKT mit seiner tiefenpsychologischen Orientierung zur inhaltlichen Grundlage der Arbeit des Fachverbandes zu machen.
17.- 20.9.1999
Vorstellung des ÖFKG auf der ECArTE (European Consortium for Arts Therapies Education) - Conference in
Münster.
Referent: Ernst Johannes Wittkowski. Der ÖFKG fungiert als offizieller Vertreter von ECArTE in Österreich.
Referent: Ernst Johannes Wittkowski. Der ÖFKG fungiert als offizieller Vertreter von ECArTE in Österreich.
26.2.2000
trat der ÖFKG mit seiner 1. Fachtagung mit dem Thema „Kunst- und Gestaltungstherapie in Österreich“ im
Festsaal des Kinderheims „Hohe Warte“ an die Öffentlichkeit. Referenten waren u.a. Prof. Dr. Gabriel (Primar des Otto Wagner Spitals) sowie Prof. em. Dr. Peter Petersen.
16.2.2001
Mitbegründung der Konferenz deutschsprachiger Verbände für Kunst- und Gestaltungstherapie in der Kunsthalle
Mannheim. Der ÖFKG war durch Lore Jimenez-Alonso und Irmgard Maria Starke vertreten.
2./3.11.2001
2. Fachtagung der ÖFKG zum Thema: „Menschenbilder – Bilder vom Menschen“
im Jugendstiltheater Baumgartner Höhe. Referenten: Irmgard Maria Starke, Prof. Dr. Alfons Reiter, Dr. Gisela Schmeer4 - 6.10.2002
Teilnahme am Kongress in Salzburg zum Thema „Trauma – Kreativität, Therapie mit künstlerischen Medien“ mit
dem Vortrag von Ernst Johannes Wittkowski zu „Kunsttherapeutische Landschaften in Österreich – Gedanken zur ökologischen Landschaftsgestaltung“ und Shird Schindler zum Thema „Pränatalzeit:
Wurzeln der Kreativität“
19.10.2002
Symposium „Sinnlich Sein“ in Zusammenarbeit mit Austrian Association for Art and Creativ Therapy im Palais
Harrach
18.-21.9.2003
Teilnahme an der ECArTE Conference in Madrid durch Lore Jimenez-Alonso.
2003
Klausurtagung des ÖFKG zu den berufspolitischen Zielen des Verbandes und Beschluss zum Eintritt des ÖFKG in die Vorgespräche zur Gründung
eines Dachverbandes der Künstlerischen Therapien in Österreich.
19.11.2004
Mitbegründung des Österreichischen Dachverbandes der Kunsttherapien (Austrian Board of Art Therapies,
ABOAT)
25.5.2009
Austritt aus dem Dachverband wegen unüberbrückbarer inhaltlicher Differenzen mit dem damaligen Vorsitzenden des Dachverbandes Harald
Fritz-Ipsmiller
Im Mai 2010
wurde der jetzt amtierende Vorstand gewählt: Ernst Johannes Wittkowski (1. Vorsitzender), Johanna Feest (2. Vorsitzende), Seraina
Caduff (Kassierin), Maria Haas (stellv. Kassierin), Barbara Eichinger (Schriftführerin), Floridus Kaiser (stellv. Schriftführer), Michaela Frank (Beirätin), Ruth Maria Mayer (Beirätin),
Laura Bruna Nosé (Beirätin)
Aktuell arbeitet der Vorstand an der Vorbereitung einer internen Arbeitstagung, die eine Entscheidung des ÖFKG in Richtung Anerkennung von
Kunsttherapie als Psychotherapie einleiten soll. Der ÖFKG ist dabei offen für andere kunsttherapeutische Berufsverbände, die den gleichen Weg gehen wollen.
Wien, den 24.01.2011
Ernst Johannes Wittkowski
1. Vorsitzender des ÖFKG
1. Vorsitzender des ÖFKG
Österreichischer Fachverband
für Kunst- und Gestaltungstherapie